Mazen Darwish saß am Schreibtisch, als sie ihn im Februar 2012 holen kamen. Die Agenten des syrischen Luftwaffengeheimdienstes umstellten das Büro des Journalisten und Bürgerrechtlers in Damaskus. Sie verhafteten seine Mitarbeiter, seine Frau und Darwish selbst.

Einen Tag später verbanden sie ihm die Augen, brachten ihn in ein anderes Gebäude und führten ihn in einen Raum. Vier Offiziere saßen dort. Und Jamil Hassan, der mächtige Chef des syrischen Luftwaffengeheimdienstes. "Was ist dein Problem mit Präsident Assad?", fragte Hassan. "Ich habe kein persönliches Problem mit ihm", antwortete Darwish, "aber er ist nicht Gott."

Als Darwish wieder hinausgeführt wurde, rief Hassan ihm noch etwas hinterher. "Warum machst du diese Dokumentationen?", schimpfte er, "willst du uns vor das Kriegsverbrechergericht in Den Haag bringen?"

"In diesem Moment wurde mir klar, dass ich in einer sehr, sehr schwierigen Situation bin", sagt Darwish.

Eine Woche nach dem Termin mit Hassan führten die Wärter Darwish in

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2018.
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