Es gibt vieles, was man über den Dresdner Striezelmarkt weiß. Dass es den Weihnachtsmarkt seit 584 Jahren gibt und zuletzt rund zwei Millionen Besucher kamen. Dass die Besucher den 3850 Kilogramm schweren Riesenstollen in zweieinhalb Stunden aufkauften, insgesamt 140.000 Liter Glühwein und Punsch tranken und 60.000 Tassen mitnahmen. Und dass der Weihnachtsmann des Striezelmarkts eine eigene Telefonnummer mit Dresdner Vorwahl hat.

Neuerdings weiß man auch: Eine Vielzahl der Gäste kommt nicht, wie bisher angenommen, aus angrenzenden Staaten in Osteuropa, sondern aus Bayern. Einige von ihnen hatten in den 24 Stunden zuvor bereits den Christkindlesmarkt in Nürnberg aufgesucht.

Das fanden die Dresdner nicht etwa dadurch heraus, dass sie die Besucher auf dem Markt befragt hätten. Es waren deren Handys, die diese Daten lieferten, ohne dass ihre Besitzer davon irgendetwas mitbekommen hatten.

Die Stadt Dresden hatte eine Telekom-Tochter beauftragt, die Smartphonedaten auszuwerten. Die Firma kombiniert

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 7/2019.
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