An einem Abend in Bangkok, an dem die Straßen vom Knattern der Mopeds vibrieren und allmählich die blaue Stunde anbricht, strömen die Köche aus den Gassen und verteidigen das Erbe ihrer Stadt. Es sind Frauen mit starken Armen und Männer mit gegerbten Gesichtern, sie schieben Karren aus Metall vor sich her, entfachen Feuer, öffnen Töpfe und Tiegel. Im Dampf ihrer Garküchen servieren sie Fleischklößchen, scharfen Papayasalat, Klebreis mit Mango und Shrimps am Spieß.

Sie braten schnell und schnippeln eilig, denn Thailands Junta jagt sie, die vagabundierenden Verkäufer, erbarmungslos.

Die Hauptstadt Bangkok, über Jahrzehnte zu einem funktionierenden Chaos gewachsen, soll eine Art zweites Singapur werden. Der Prozess geht schnell voran, und er hat Aussagekraft. Die Junta will zeigen, dass sie Thailand vorwärtsbringt. Es ist eine über Bande gespielte Machtsicherung. Und so liegt Bangkok, dieser vibrierende Moloch, in diesen Tagen so wehrlos da wie ein betäubter Elefant.

An allen Ecken ziehen Investoren

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2018.
FOTOS: DAGMAR SCHWELLE / LAIF, DAGMAR SCHWELLE / LAIF, DAGMAR SCHWELLE / LAIF, DAGMAR SCHWELLE / LAIF

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