Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft um Titel kämpft, dann fiebert Thomas Haldenwang mit. Er schaut die Spiele zusammen mit den Nachbarn aus seiner Straße in Wuppertal. Sie bauen den Fernseher draußen auf, trinken Bier und grillen. Teilnehmern zufolge trägt Haldenwang dabei eine Deutschland-Mütze. Es geht zu wie bei Hunderttausenden anderen in Deutschland auch. Haldenwang ist ein Normalo.

Nun kommt eine brisante Aufgabe auf ihn zu: Der 58-Jährige rückt an die Spitze des Bundesamts für Verfassungsschutz. Zunächst übernimmt er die Geschäfte interimsweise; die Wahrscheinlichkeit, dass er auch dauerhaft Behördenchef wird, ist hoch. Als Präsident des Inlandsgeheimdienstes würde er auf den geschassten Hans-Georg Maaßen folgen. Haldenwang war bisher dessen Stellvertreter.

Er ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von Maaßen. Der, meist mit goldfarbener Nickelbrille und Dreireiher, strotzte vor politischen Ambitionen und hätte beinahe die Koalition in Berlin gesprengt. Haldenwang ist die

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