Vor ein paar Wochen stand Frank-Walter Steinmeier auf einer Veranda in den Hügeln über Los Angeles. Der Bundespräsident war gekommen, um das Thomas-Mann-Haus zu eröffnen. Es gab Cocktails und Fingerfood, und aus den Boxen ertönten sanfte Klänge.

"Ich glaube", rief der Präsident den 250 Gästen im Palmengarten der weißen Villa zu, "dass es in turbulenten Zeiten ein wunderbarer Moment für die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern ist."

Steinmeier sprach nicht ohne Stolz: Das Haus am San Remo Drive Nummer 1550, das der vor den Nazis geflüchtete Schriftsteller 1941 für sich und seine Familie im Exil bauen ließ, wäre fast verscherbelt und womöglich abgerissen worden. Jetzt, nach einer gründlichen Sanierung, sollen Intellektuelle dort für ein paar Monate leben und arbeiten. So soll das Haus zu einem Ort des deutsch-amerikanischen Dialogs werden und im Kleinen helfen, die großen transatlantischen Irritationen zu überwinden.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!