Der Spitzenkandidat hatte sich alle Mühe gegeben, große Erwartungen zu wecken. Er habe, raunte Thorsten Schäfer-Gümbel, ein "unglaublich spannendes Regierungsteam" zusammengestellt. Zu seinem "Team TSG", seiner Mannschaft für die Landtagswahl, werde auch "ein bekannter Name aus dem Bereich Sport" gehören.

So weit die Ankündigung. Dann kam der Freitag vergangener Woche.

Da betrat Schäfer-Gümbel Raum 307W des Hessischen Landtags gemeinsam mit einem Herrn, der ihn mit 2,02 Metern deutlich überragte. Doch statt Eilmeldungen herauszujagen, musste mancher Medienvertreter erst einmal hektisch in der Presseerklärung nachschlagen, wen Schäfer-Gümbel hier nun eigentlich genau präsentierte: Henning Harnisch, 50.

Der gebürtige Hesse ist zwar Vizepräsident des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin und war als Nationalspieler sogar Europameister. Doch das war 1993, die gegenwärtige Strahlkraft des vermeintlichen Überraschungscoups beschränkt sich dann doch auf eine eher enge Szene. Das Presseecho fiel nicht

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2018.
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