Es war ein Anblick zum Gruseln, als Natascha Meuser im Moskauer Zoo plötzlich im Wortsinn in einen Abgrund blickte: In einem mehrere Meter tiefer liegenden Graben zog ein trauriger Löwe seine Runden, müde tapste er über eine mit Fäkalien verschmutzte Betonpiste.

Nicht minder erschreckend: Keine Barriere, die diese Bezeichnung verdient, schützte insbesondere kleinere Besucher vor einem Sturz in die Tiefe.

Was Meuser im fernen Moskau erlebte, ist nur die extreme Variante eines universellen Gesetzes, das nach ihrer Überzeugung die Zoos dieser Welt miteinander verbindet: Sie alle haben ihre "Ursprünge in der Gefängnisarchitektur".

Aus diesem Grund ist Meuser eigentlich eine der unwahrscheinlichsten Zoobesucherinnen überhaupt. "Es bereitet mir kein Vergnügen, eingesperrte Tiere zu sehen", sagt sie. Doch vor etwa zehn Jahren wandte sich ihr Bruder an sie, damals Geschäftsführer beim Tierfigurenhersteller Schleich. Er bat sie, Gebäude für einen Miniaturzoo zu entwerfen.

So begann eine ausufernde Recherche,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 48/2018.
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