Er blickt aus einer Fensterfront des Hochhauses in Ottawa, Kanada, in dem seine Firma, Shopify, zehn Stockwerke belegt, auf ein anderes Hochhaus gegenüber, es ist ein warmer Augustnachmittag. Das riesige Gebäude da, sagt Tobias Lütke, den alle nur Tobi nennen, habe er kürzlich übernommen, weil die E-Commerce-Plattform, die er betreibe, wachse und Platz brauche. "Dadrin können vermutlich mehr Menschen arbeiten, als Koblenz Einwohner hat."

Nun, das stimmt nicht. Koblenz hat über 100 000 Einwohner, der neue ShopifyArbeitsturm bietet 2500 Angestellten Platz. Lütkes Pressesprecherin, Sheryl So, erklärt später, Tobi habe wohl versucht, einen Witz darüber zu machen, wie klein Koblenz sei, das Städtchen am Rhein, aus dem er stammt, aus dem er floh. Aber der Satz weist auch darauf hin, wie die gewohnten Größenordnungen bei Tobi Lütke und seinem unsichtbaren Softwareimperium durcheinandergeraten.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2018.
Entdecken Sie SPIEGEL+
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!