Karl Rodenberg, Häftling Dennis Bagwell
Viktoria Degner
Karl Rodenberg, Häftling Dennis Bagwell

Der Deutsche und die Todeskandidaten

Sie lehnen die Köpfe an die Scheibe, sie weinen

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US-Todeskandidaten nennen ihn "Grandpa": Karl Rodenberg erfüllt US-Häftlingen im Todestrakt die letzten Wünsche. Worüber spricht man an diesem Ort? Von Viktoria Degner

Als Karl Rodenberg und Dennis Bagwell zum letzten Mal miteinander sprechen, wissen sie, dass einer von ihnen in ein paar Stunden tot sein wird. Dennis Bagwell, 41 Jahre alt, schuldig gesprochen wegen Mordes an seiner Mutter sowie drei weiteren Familienmitgliedern, wartet in der Polunsky Unit, dem US-Staatsgefängnis in Livingston, Texas, auf die Vollstreckung seines Urteils. 

Es ist der 17. Februar 2005: Er soll durch eine Giftinjektion hingerichtet werden. Karl Rodenberg, zu diesem Zeitpunkt 76 Jahre alt, pensionierter Englischlehrer, besucht Bagwell seit mehr als fünf Jahren im Todestrakt. Ihn und viele andere Todeskandidaten, die in Texas, Arizona, Kalifornien und Florida hingerichtet werden sollen. 

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