Die Eltern wussten, dass es vorbei war, aber ganz enden sollte es nicht. Der Vater hatte ein Buch geschenkt bekommen, "Eine Woche Mama, eine Woche Papa", einen 184-Seiten-Ratgeber. Die Mutter hatte einen Plan geschrieben. An einem Sommerabend im Jahr 2016 setzten sie sich zusammen. Vor sich, auf den Küchentisch, legten sie die Zukunft ihrer Familie, skizziert auf DIN A4.

Wenn sie heute, fast drei Jahre später, von dem Tag erzählen, sagen sie, sie hätten damals über viele Kleinigkeiten gestritten. Wer den Trockner behalte, wer die Waschmaschine. Auch über den Küchentisch, ein Hochzeitsgeschenk seiner Eltern. Sogar über eine Blechgießkanne zankten sie.

Nur an diesem Abend waren sie sich schnell einig.

Montags und dienstags sollten ihre beiden Söhne bei Alina Falk-Schmidt leben, der Mutter.

Mittwochs und donnerstags bei Timo Schmidt, dem Vater.

An den Wochenenden wollten sie sich alle zwei Wochen abwechseln, die Ferienzeiten würden sie untereinander aufteilen, genau wie die Ausgaben. So beschlossen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 7/2019.
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