Diesen Herbst ist eine patriotische Wohlfühlkomödie in die russischen Kinos gekommen. "Die Krimbrücke – Hergestellt mit Liebe" heißt sie, das Drehbuch hat die Chefin des Propagandasenders RT (ehemals: "Russia Today") verfasst. Man sieht darin die Meerenge von Kertsch und heroische Bauarbeiter, die das triumphalste Bauwerk der Putin-Jahre errichten – eine Brücke, die die annektierte Halbinsel Krim mit dem russischen Festland verbindet. Auch zwischen den Herzen werden Brücken geschlagen. Der greise Krimtatar, die sexy Archäologiestudentin, die drollige ukrainische Köchin – man liebt und neckt einander und schreitet am Ende über den frisch gelegten Asphalt in Russlands lichte Zukunft.

Am vergangenen Sonntag gab es andere Bilder von derselben Meerenge. Da wurden keine Brücken geschlagen, sondern Schiffe gerammt und beschossen, und dabei ist so viel unfreiwillig schiefgegangen, als hätte jemand versucht, eine schwarze Komödie zu drehen.

Die Lehre daraus ist jedoch ernst: Die neue Krimbrücke verbindet

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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