Im Englischen ist der Begriff Tabloid gleichbedeutend mit Boulevardjournalismus. Daher rührt das Vorurteil, dass eine Zeitung, die im Tabloid-Format erscheint, automatisch weniger seriös sei. Das ist natürlich Unsinn.

Weder die "Frankfurter Rundschau", die den Schritt im Frühjahr 2007 wagte, noch das "Handelsblatt", das unter dem damaligen Chefredakteur Bernd Ziesemer im Herbst 2009 folgte, mutierten zu Revolver-Gazetten. An der Handlichkeit einer Zeitung liegt der Rückgang journalistischer Qualität jedenfalls nicht. Dennoch ist die Umstellung eines Zeitungsformats riskant. Leser sind Gewohnheitstiere. Redakteure übrigens auch.

Beides weiß "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und wollte alles richtig machen. Zwei seiner Vertrauten stellte er eigens dafür ab, die Redakteure mitzunehmen, wie es so schön heißt, wenn sich in einem Unternehmen Veränderungen ankündigen und die Mitarbeiter zum Mitmachen gewonnen werden sollen. Auch an die Leser dachte di Lorenzo. Früher mögen Redaktionen im

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