Manche Menschen schalten ab, wenn sie nicht mehr aushalten, was passiert. Sie werden dann ganz ruhig, hören auf zu weinen und zu klagen. Gul Bahar ist solch ein Mensch, 35 Jahre alt, eine schmale Frau mit großen Augen, die so ausdruckslos schauen, als wäre dahinter niemand mehr. Sie steht in einer Hütte, der Monsunregen klatscht auf Plastikplanen. Die Hütte hat keine Fenster, nur eine Tür aus Bambusgeflecht, der Boden ist grauer Matsch.

Bahar erzählt, wie Soldaten ihr Dorf in Myanmar angriffen, von Schüssen und Geschrei, wie sie um ihr Leben lief, mit ihren fünf Kindern, das kleinste ein Baby, das älteste ein Teenager. Wie die Familie es über die Grenze hierherschaffte, nach Kutupalong in Bangladesch.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2018.
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