SPIEGEL: Herr Nawijn, wie kommen die Menschen darauf, sie könnten glücklicher werden, wenn sie in den Urlaub fahren? 

Nawijn: Das begann in den Sechzigerjahren, als die ersten Pauschalreisen aufkamen und das Phänomen des Massentourismus entstand. Vorher war die Lustreise nur den sehr Wohlhabenden vorbehalten. 

SPIEGEL: Das ist heute anders. 

Nawijn: Nicht ganz. Eigentlich ist Urlaub bis heute ein Luxusgut: Eine Reise plant meist, wer keine Probleme hat, die Miete zu bezahlen. Wir erleben dieses Phänomen aktuell in Ländern wie China, in denen die Wirtschaft boomt und die Mittelklasse wächst: Sofort entsteht ein großer Markt für Ferienreisen. Den gab es dort vor einigen Jahren so noch nicht. 

SPIEGEL: Leute geben viel Geld für Urlaub aus. Ist das gut investiert? Macht Reisen glücklich? 

Nawijn: "Glück" ist für uns Forscher ein schwieriges Wort, weil viele Menschen es komplett anders interpretieren. Wir arbeiten daher lieber mit Begriffen wie Zufriedenheit, persönliche Bindung oder Sinnhaftigkeit.

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