Die Frau, die das Problem von Fayrouz Saad ist, lehnt in einem Türrahmen westlich von Detroit, weiße Haare, Kittelschürze, Ende 60, und sagt: "Ich habe Trump gewählt."

Es ist ein heißer Nachmittag im Juli, vor riesigen Garagentoren liegen Geländewagen wie schlafende Monster. Fayrouz Saad, 35, will Kongressabgeordnete der Demokraten für den 11. Distrikt von Michigan werden, seit Wochen klopft sie an die Türen potenzieller Wähler, aber es ist nicht einfach in diesem flirrenden Vorstadt-Amerika. Ihr Wahlkreis stimmte vor zwei Jahren knapp für Donald Trump, wie der gesamte Bundesstaat Michigan. Der aktuelle Kongressabgeordnete ist Republikaner. Saad muss um jede Stimme ringen, sie wirft sich täglich in einen Häuserkampf.

Die Frau im Türrahmen erzählt, sie habe zweimal für Barack Obama gestimmt, 2008 und 2012, aber nichts habe sich getan, nichts habe sich verbessert, nicht in ihrem Leben und auch nicht im Land. Deshalb entschied sie sich für Trump. "Leider hat er sich nicht verändert." Sie klingt,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 31/2018.
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