Der Ort des Gespräches war diskret gewählt: Ein Besprechungsraum im Hilton Hotel am Amsterdamer Flughafen Schiphol, ein Tisch mit Keksen, Wasser, Tee und Kaffee, so unscheinbar wie nur eben möglich. Am 13. Mai 2013 trafen sich dort zwei Mitarbeiter des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall und vier Angestellte von Siemens. Es ging um ein Geschäft im Wert von über 200 Millionen Euro – für den Neubau eines Gaskraftwerks in Wedel, vor den Toren Hamburgs.

Schon allein, dass dieses Treffen stattfand, war sehr wahrscheinlich illegal. Denn die Zusammenkunft der Konzernleute fand statt, während ein Ausschreibungsverfahren lief. Zu dessen strengen Regeln gehört: Keine der teilnehmenden Firmen darf bevorzugt behandelt werden – etwa, indem sich Anbieter und Bieter geheim zusammensetzen.

Die vier Siemens-Leute wollten nicht bloß über das neue Kraftwerk sprechen. Mit im Gepäck hatten sie eine neue, noch teurere Offerte, mit der sie das Bieterverfahren abzukürzen hofften. Doch was die Siemens-Leute nicht

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