Es ist kurz vor 22 Uhr deutscher Zeit, als die Botschafter Mexikos und der Schweiz im Hauptquartier der Vereinten Nationen am New Yorker East River einen Holzhammer fallen lassen und die Verhandlungen über den Migrationspakt für beendet erklären. Die Vertreter der mehr als 190 Mitgliedstaaten springen von ihren Sitzen auf. Sie jubeln. "Manche hatten Tränen in den Augen", erinnert sich Miroslav Lajčák.

Der slowakische Außenminister hat Migration nie idealisiert. Als die deutsche Regierung im Jahr 2015 fast eine Million Flüchtlinge ins Land lässt, sieht er das genauso kritisch wie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, eine Quote zur Verteilung von Flüchtlingen in der EU lehnt auch Lajčák ab.

Doch den Migrationspakt, den "Global Compact for Migration", hat er als Präsident der Uno-Generalversammlung mit ausgehandelt.

"Das ist ein historischer Moment", ruft Lajčák, 55, in New York den Delegierten zu. "Der Pakt kann helfen, die Vorzüge von Migration herauszustellen und die Risiken zu mildern."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 50/2018.
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