Im Mai 2016 präsentierte Volkswagen seinen Kunden und Aktionären einen vermeintlich großen Coup. Für 300 Millionen Dollar (267 Millionen Euro) hatte sich der Autohersteller am israelischen Mobilitätsdienst Gett beteiligt. Für VW war das ein "Meilenstein": Man wolle sich mithilfe von Gett "als ein weltweit führender Mobilitätsanbieter etablieren."

Doch das hoffnungsvolle Investment entpuppt sich jetzt, nur zweieinhalb Jahre später, als Flop. Gett hat viel Geld verbrannt, aber kaum neue Landesmärkte erobert – und bleibt damit ein Nischenplayer. Der globale Markt für Fahrdienste per App-Bestellung ("Ride Hailing") wird stattdessen von deutlich größeren Konkurrenten wie Uber, Lyft oder Didi dominiert. Um in ähnliche Größenordnungen vorzustoßen, bräuchte Gett dringend frisches Geld, bestenfalls in Milliardenhöhe. Doch zu weiteren Finanzhilfen ist VW nicht mehr bereit.

Noch Mitte des Jahres hatte der Konzern seiner Mobilitätstochter eine letzte Chance gegeben. Mit anderen Investoren steckte VW zusätzliche

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 52/2018.
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