Es dauerte nur wenige Minuten. Dann war klar: VW kann diesen Prozess vor dem Arbeitsgericht Braunschweig nicht unbeschadet überstehen. Es ging um Stefanie J., eine Softwareexpertin. VW hatte ihr gekündigt. Sie soll beteiligt gewesen sein an der berüchtigten Abschaltsoftware, die dafür gesorgt hat, dass Millionen Fahrzeuge außerhalb des Prüfstandes viel mehr Stickoxide ausgestoßen haben als erlaubt.

Das ziemlich durchschaubare Kalkül des Konzerns lautet: Stefanie J. und ein paar andere Ingenieure und Spezialisten sollen den Kopf hinhalten für einen der größten Fälle von Abgasbetrug in der Wirtschaftsgeschichte.

Doch das ist bestenfalls die halbe Wahrheit. Ähnlich wie der ebenfalls vor wenigen Wochen gekündigte Getriebespezialist Falko R. oder der Motorenentwickler Jörn K. stand Stefanie J. eher am Ende der Befehlskette.

Sie zählte zu einer kleinen Gruppe Spezialisten, deren Wissen immer dann gefragt war, wenn konventionelle Ingenieurskunst versagte. Wenn es darum ging, scheinbar unlösbare Probleme

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2018.
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