SPIEGEL: Herr Professor Margraf, welche Ängste plagen uns am häufigsten?

Margraf: Die Angst, verlassen zu werden, oder die Angst davor, in der Öffentlichkeit zu sprechen. Natürlich auch die Angst vor dem Tod. Die Furcht vor Spinnen und Schlangen ist ebenfalls sehr häufig.

SPIEGEL: Wann ist Angst nicht mehr normal?

Margraf: Wenn sie übertrieben stark ist oder zu lange anhält und man sie nicht mehr kontrollieren kann. Dadurch schränkt sie die Betroffenen erheblich ein, und diese leiden sehr darunter.

SPIEGEL: Nehmen wir die Angst vor einem Vortrag. Wann ist diese krankhaft?

Margraf: Wenn das so weit geht, dass man deshalb einen Job nicht annehmen kann. Mit dieser Entscheidung quält man sich dann maßlos und denkt ständig über die eigene Angst nach. Ähnlich bei der Angst vor dem Verlassenwerden: Wenn man deshalb gar keine Beziehungen eingeht oder diese vorauseilend beendet, ist das ungesund.

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