In der Traumatherapie gibt es den Begriff des Flashbacks. Er bedeutet, dass schon ein kleiner Schlüsselreiz ausreicht, um ein schlimmes Ereignis in der Vergangenheit noch einmal zu durchleiden. Wenn man so will, befindet sich die deutsche Politik gerade in einem kollektiven Flashback.

Die Welt ist in Aufruhr: Putin lässt seine Schiffe auf ukrainische Boote feuern, in China sollen die ersten gentechnisch veränderten Babys zur Welt gekommen sein, ein saudischer Kronprinz, in dem viele eine Hoffnung für den Nahen Osten erblickten, ist offenkundig ein brutaler Mordbube. Die Gegenwart hat genügend Probleme im Angebot. Doch die CDU, die in der nächsten Woche nach 18 Jahren Angela Merkel eine neue Ära beginnt, beschäftigt sich geradezu obsessiv mit dem Gestern: mit dem deutschen Grundrecht auf Asyl, das praktisch kaum noch eine Rolle spielt. Mit dem Aufstieg der AfD. Und, immer wieder, mit Merkels Flüchtlingssommer 2015.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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