Vergangene Woche erzählte mir mein jüngster Sohn beiläufig, in seiner Klasse besitze etwa die Hälfte der Kinder ein Smartphone. Ein Junge, mit dem er Fußball spielt, habe sogar ein iPhone 6. Mein Sohn ist gerade zehn geworden, er geht in die vierte Klasse einer Hamburger Grundschule.

Ein iPhone 6 für einen Zehnjährigen, dachte ich, Neupreis 699 Euro – wie absurd, bitte schön, ist das?

Als der SPIEGEL vor zwei Jahren über Smartphones berichtete, lautete die Überschrift des Artikels: "Der Feind in meiner Hand". Insgesamt, das war mein Eindruck, eine schöne Zusammenfassung meiner eigenen Vorurteile. Smartphones fressen Geld und vor allem Zeit, Kinder verlernen das Spielen, das Reden, das Zuhören, sie bekommen Zugang zu Gewaltvideos, zu Bildern, auf denen Frauen nichts anhaben, zu allem Möglichen.

Ein Smartphone vernünftig zu gebrauchen, wie einen Föhn beispielsweise, ist wünschenswert, aber unmöglich – schon deshalb, weil jeder eine andere Vorstellung davon hat, was vernünftig ist.

Ein Smartphone

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2018.
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