In Rom wurde vor gut 60 Jahren der Grundstein für die politische Integration Europas gelegt. Heute geht von Rom ein politisches Risiko aus, das noch mehr als der Brexit das Potenzial hat, das europäische Projekt nachhaltig zu beschädigen. Gefährlich an der außer Kontrolle geratenen Situation ist nicht nur die mögliche Rückkehr der Eurokrise mit weitreichenden Konsequenzen für Wachstum und Wohlstand, sondern auch die neue toxische Atmosphäre des Misstrauens europäischer Länder und Bürger untereinander. Viele Italiener sehen in Deutschland und der "teutonischen Austerität" die wahre Ursache für die Krise des Landes. Viele Deutsche sehen in Italien und der italienischen Schuldenfalle dagegen die wahre Bedrohung des Euro und der wirtschaftlichen Stabilität in Europa. Derlei Zuspitzungen sind keine gute Ausgangslage für die Bewältigung der Herausforderungen, die jetzt erkennbar werden.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2018.
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