In diesem Sommer sieht sich die seit vielen Jahrzehnten gewohnte liberale Ordnung heftigem und unerwartetem Druck ausgesetzt. Stephen Bannon, der einstige Chefstratege von Donald Trump, nun wieder politischer Aktivist, versprach, dass "Merkel und Macron wie die Kegel" fallen werden, wenn erst einmal seine Freunde von der italienischen Lega Italien regieren. Es gab die Minimisierung der Nazizeit durch den AfD-Chef, den Salut des amerikanischen Präsidenten vor einem General des Mörderregimes in Nordkorea und Bilder von Kindern, die von amerikanischen Behörden in Käfigen gehalten werden. Eine Regionalpartei versuchte, das Problem des Sommers 2015 a posteriori zu lösen, und die rechte US-Nachrichtenseite Drudgereport.com schrieb vorfreudig über den bevorstehenden Sturz von Angela Merkel.

Aber solche Nachrichten, auch der Furor der Trump-Tweets, die früher ganze Wochen dominiert hätten, werden schon nach Stunden vergessen. Was bleibt, ist ein allgemeines, aggressives, höhnisches und spalterisches

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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