Ungefähr 19.000 Studiengänge gibt es an den deutschen Hochschulen, sie haben Namen wie Lusitanistik, International Retail Management oder Gesundheitskommunikation. Die meisten dieser Studiengänge besetzen nur eine akademische Nische, kaum jemand kennt sie genau, niemand regt sich darüber auf.

In einer dieser Nischen gibt es auch die Gender Studies. Kaum jemand kennt sie genau, aber viele regen sich darüber auf. Und wie: "Hokuspokus", "Antiwissenschaft", "Gendergaga" "Genderwahn", das Wörterbuch der Empörung hat eine Menge Vokabeln. Es kommt vor, dass Lehrkräfte in ihren E-Mails Beleidigungen und Vergewaltigungsdrohungen finden.

Zu den lautesten Gegnern der Gender-Theorie gehören, wenig überraschend, die Politiker der AfD. "Die Gender-Lehrstühle sollten abgewickelt werden", sagt Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag. Dort werde keine Wissenschaft betrieben, sondern "linke Indoktrination".

Es ist ein Kulturkampf mit globalen Dimensionen. Vorbild der Rechtspopulisten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 54/2018.
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