Man kann leicht hinwegsehen über Fedderwardersiel, einen winzigen Ort an der deutschen Nordseeküste, kaum mehr als ein Hafen mit ein paar Fischkuttern, umgeben von "Henken's Hafenladen", "Andy's Hafenkombüse", "Micha's Räucherfisch", dazu ein paar übersichtliche Campingplätze und Ferienwohnungen.

Wer hier Urlaub macht, hat oft Familie, scheut die Nordseeinseln mit ihren teureren Unterkünften, vielleicht auch die Überfahrt mit der Fähre, und arrangiert sich stattdessen mit einem Deich, der den Blick aufs Meer versperrt. Fedderwardersiel verspricht vor allem Ruhe, aber Mitte Juli richtete sich hier für ein paar Stunden auch der große Schrecken ein, Horror sogar.

Ein Mann kämpfte im Watt verzweifelt um sein Leben und um das seiner Kinder, in einer lauen, fast windstillen Sommernacht, nur ein paar Hundert Meter vom Ufer entfernt. Es war ein Drama, das rund drei Stunden währte und daran erinnert, dass die Natur in Deutschland mehr sein kann als gefällige Kulisse für Urlaubsselfies. Was sich zutrug

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2018.
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