Ünal, 64, leitet seit 1995 das Kölner Gesundheitszentrum für Migrantinnen und Migranten. Von 2010 bis 2017 saß er für die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag. Der Sozialarbeiter und Psychotherapeut hat viel direkte Erfahrung mit den Sorgen und Nöten von Menschen mit ausländischen Wurzeln.

SPIEGEL: Sie konzentrieren sich an Ihrem Gesundheitszentrum auf zwei Patientengruppen: Türkeistämmige und jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion. In Ihrem Wartezimmer treffen regelmäßig Anhänger verschiedener Religionen aufeinander. Wie ist die Stimmung?

Ünal: Bisher gab es keinerlei Konflikte. Zu meinen Patienten zählen übrigens nationalistische Türken und PKK-nahe Kurden. Aber auch da haben wir keine Probleme. Ich erlebe sogar manchmal, dass Leute bei uns ins Gespräch kommen, die sich ansonsten keines Blickes würdigen würden. Bei uns gilt: Hier wird keiner diskriminiert. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Patienten müssen sich daran halten.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2018.
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