Der Präsident hat sie schon wieder begangen, die Sünde des Hochmuts. Beim traditionellen Empfang zum Dreikönigsfest überreichte eine Abordnung von Frankreichs Bäckermeistern, Menschen, die früh aufstehen, dem Herrn des Élysée-Palasts die beliebte Galette des Rois, einen runden, mit Marzipan gefüllten Blätterteigkuchen. Emmanuel Macron pries den "Sinn für die Anstrengung" derjenigen, die den Franzosen ihr tägliches Brot geben. Und er fügte eine spitze Bemerkung an die anderen hinzu, die es essen: "Die Unruhen, durch die unsere Gesellschaft geht, sind manchmal auch der Tatsache geschuldet, dass viel zu viele unserer Mitbürger denken, man könne etwas bekommen, ohne diese Anstrengung zu erbringen. Es gibt nichts im Leben ohne Anstrengung."

Am selben Tag, an dem diese Worte fallen, sitzt Édouard Louis in der Brasserie "Le Select" am Boulevard Montparnasse in Paris und spricht mit dem Besucher aus Deutschland über sein Buch "Wer hat meinen Vater umgebracht", das jetzt auf Deutsch erscheint. Es

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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