Medienkolumne

Wenn die Grenze zwischen Werbung und Redaktion verschwimmt

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​​Kai Pflaume darf nicht für Kai Diekmanns Fonds werben, wohl aber Joko Winterscheidt für Mercedes - und Mercedes in Winterscheidts Magazin. Kein Problem, sagt der Verlag. Wirklich? Von Ulrike Simon

"Zaster" heißt ein neues Finanzportal, dahinter steckt der ehemalige "Bild"-Chef Kai Diekmann. Er will damit in Gelddingen weniger bewanderten Menschen Wirtschaftsthemen nahebringen. Parallel dazu haben Diekmann und der mit ihm seit Schulzeiten befreundete Banker Leonhard "Lenny" Fischer praktischerweise den "Zukunftsfonds" aufgelegt. Zaster hätte auch Kai Pflaume daraus ziehen können. In der Medienbranche erzählt man sich, dass Diekmann den aus TV-Sendungen wie "Wer weiß denn sowas?" und "Klein gegen Groß" bekannten Quizonkel als Testimonial für den "Zukunftsfonds" gewinnen wollte. Es hätte durchaus gepasst. Der in Leipzig aufgewachsene Pflaume wirkt so harmlos wie Vertrauen einflößend. Bevor er ins Fernsehen ging, absolvierte er nach der Wende zunächst eine Ausbildung zum Wertpapierhändler.

Die ARD allerdings machte Diekmanns Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Tatsächlich habe es eine entsprechende Anfrage gegeben, bestätigt der NDR: "Die Exklusiv-Vereinbarung zwischen

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