Wer eine Pfandflasche zurückbringt, darf nicht auf viel Geld hoffen. Eine Einwegflasche oder -dose bringt 25 Cent. Ein Getränkehändler aus Köln allerdings fand einen Trick, um die Summe zu vervielfachen. Er steckte dieselbe Flasche nicht einmal in den Automaten, sondern 177.451-mal. Ein mühseliges und auch eintöniges Unterfangen, wie er vor Gericht bereitwillig erzählte: "Ich habe ein Radio danebengestellt, weil mir langweilig war." Am Ende kam eine stattliche Summe zusammen: 44.362,25 Euro.

Der Mann hatte dafür einen Leergutautomaten in seinem Keller aufgestellt und mit Brettern und einem Magnetsensor so umgebaut, dass die Plastikflasche nach der Registrierung nicht zerstört wurde. Immer wieder schickte er die Flasche durch den Automaten, bis ihn jemand verriet. Das Amtsgericht Köln verurteilte ihn wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2018.
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