Jeden zweiten oder dritten Tag geht Mohamed Sifau ans Meer, um die Toten auf den Strand zu ziehen. Eigentlich ist Sifau Student, er will Ingenieur werden. Doch er arbeitet seit vier Jahren auch als Freiwilliger für den Roten Halbmond. Irgendjemand muss ja die Leichen all derer bergen, die nach Europa wollten. "Es werden immer mehr", sagt Sifau. Das Sterben im Mittelmeer findet allerdings weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nachdem der "Aquarius 2", dem vorerst letzten privaten Rettungsschiff, die Flagge entzogen wurde, ist nun zwar die "Mare Ionio" auf dem Weg Richtung Libyen. Aber die Libyer haben, wahrscheinlich auf italienisches Drängen, im Juni ihre Seerettungszone auf bis zu rund 70 Kilometer ausgeweitet. Zwölf libysche Boote sollen nun einen rund 200 Kilometer langen Küstenstreifen mit Hunderten versteckten Ablegeplätzen Tag und Nacht kontrollieren. Erst hinter der libyschen Zone fahren die Marineschiffe der EU-Mission "Sophia". Doch bis dorthin schaffen es nur die

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