An den Abschied können sie sich gut erinnern. Es war der 11. September 1962, der Vater versprach ihnen und der Mutter, am Abend rechtzeitig zu Hause zu sein. Es sollte Pfifferlinge geben, sein Leibgericht. Doch der Geschäftsmann Heinz Krug kehrte nicht zur Familie zurück. Nicht an jenem Spätsommerabend, nie mehr.

Mehr als 55 Jahre später sitzen seine Tochter Beate Soller, 70, und ihr vier Jahre jüngerer Bruder Kaj im Wohnzimmer und sehen vorab Ausschnitte einer Fernsehdokumentation. Ehemalige Mossad-Agenten sprechen darin erstmals öffentlich darüber, was mit Heinz Krug geschehen ist.

Der Film beruht auf Recherchen des israelischen Geheimdienstexperten Ronen Bergman, der den Vorgängen rund um Krugs Verschwinden ein Kapitel seines neuen Buchs widmet. Demnach war der Vater von Beate und Kaj in die Mühlen der Weltpolitik geraten. Wie in einem Agententhriller wurde er am helllichten Tag aus München entführt, in Israel monatelang verhört und dann erschossen – auf direkten Befehl des damaligen Mossad-Chefs

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2018.
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