Das Batteriesystem eines Elektroautos gleicht einem gut sortierten Metalllager: Darin befinden sich ungefähr 60 Kilogramm Kupfer, rund 40 Kilo Lithium, 35 Kilo Grafit sowie jeweils 12 Kilo Nickel, Kobalt und Mangan. Mal mehr, mal weniger, je nach Modell und Zelltyp.

Solche Industriemetalle machen rund ein Siebtel des Wertes eines Elektroautos aus, das sind bei einem BMW i3 mindestens 5000 Euro. Auch im Smartphone verbergen sich wahre Schätze, es enthält mehr als 60 verschiedene Rohstoffe. Und in Windkraftanlagen verleihen sogenannte Seltene Erden den Generatoren die Leistungskraft. Solche Metalle sind essenziell für jedes Hightechgerät. Die deutsche Industrie tut freilich so, als spielten sie für ihr Geschäft keine besondere Rolle, als seien Kupfer oder Kobalt, Neodym oder Dysprosium beliebig austauschbar und stets verfügbar, einfache "Commodities" eben. Mit dieser Haltung laufen die Unternehmen blindlings in die Rohstofffalle.

Schließlich gehören sie zu den größten Konsumenten von Bodenschätzen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 32/2018.
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