Was für eine Idylle! Viel hatte Hermann Fürst von Pückler-Muskau auf seinen Europareisen schon gesehen. Doch in das Ruhrgebiet verliebte sich der adelige Schriftsteller sofort. Berauscht schrieb er 1826, diese Gegend sei "gemacht" für alle, die sich "vom Getümmel des Lebens in heitere Einsamkeit" zurückziehen wollten.

"Nicht sattsehen konnte ich mich an der saftig frischen Vegetation, den prachtvollen Eich- und Buchen-Wäldern ... Jedes Dorf umgibt ein Hain schön belaubter Bäume, und nichts übertrifft die Üppigkeit der Wiesen, durch welche sich die Ruhr in den seltsamsten Krümmungen schlängelt." Ja, hier könne man auf angenehme Weise sterben.

Einige Jahrzehnte später war dieses Paradies fast verschwunden, nachdem die Industrialisierung von 1830 an auch die deutschen Staaten gepackt hatte. Hunderte Kilometer Eisenbahnschienen durchschnitten nun das Ruhrgebiet, das Pückler-Muskau noch beschaulich mit der Kutsche bereist hatte.

Kleine Orte hatten sich in lärmende Städte verwandelt, mit verdreckten

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