Die Schlacht um Stalingrad nimmt im kollektiven Gedächtnis eine Sonderstellung unter allen Kämpfen des Weltkriegs ein. Denn hier blieb im Herbst 1942 der unaufhaltsam scheinende Vormarsch der Deutschen stecken, und hier starb endgültig der Mythos deutscher Unbesiegbarkeit. So wurde Stalingrad, gut zwei Jahre vor der deutschen Kapitulation, als Menetekel des totalen Zusammenbruchs begriffen: "Deutschland wird einmal ein Stalingrad im Quadrat sein", ahnte Hitlers Artilleriegeneral Walther von Seydlitz nach dem grausigen Ende der 6. Armee.

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Dabei schien noch wenige Monate zuvor einiges darauf hinzudeuten, dass den deutschen Streitkräften im zweiten Anlauf gelingen könnte, woran sie im ersten russischen Kriegswinter vor Moskau gescheitert waren. Die Rote Armee hatte im Jahr 1941 ungeheuer viele Soldaten durch Tod (2,5 Millionen) und Gefangenschaft (3,5 Millionen) verloren. Der ultimative Sieg über die schwer dezimierten sowjetischen Streitkräfte und die Nutzung der dabei erbeuteten Rohstoffe und Ressourcen zur Niederwerfung aller verbleibenden Gegner waren das erklärte Ziel der "Operation Blau".

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