Hadeel wollte lernen, wie man eine Zahnwurzelentzündung heilt. Sie wollte verstehen, wie Karies entsteht und wie man der Krankheit vorbeugen kann. Dann schrumpfte der selbst ernannte "Islamische Staat" ihre Welt auf die Größe eines Einfamilienhauses.

Hadeel Ziad wohnt in Mossul im Norden des Irak, studiert Zahnmedizin an der renommierten Universität der Metropole. Im Juni 2014 fielen die bärtigen Gotteskrieger des IS in Mossul ein. Drei Jahre lang beherrschten die Islamisten die Stadt - und damit auch Hadeels Alltag, ihre Träume, ihre Zukunft.

In dieser Zeit verließ die 22-Jährige kaum das Haus. Die Dschihadisten hatten bestimmt, dass Frauen nur in Begleitung männlicher Verwandter auf die Straße gehen durften, von Kopf bis Fuß in ein dunkles Gewand gehüllt. Vorbei war es also mit der täglichen Busfahrt von der vornehmen Jadida-Nachbarschaft im Westen der Stadt, wo ihre Eltern wohnen, zur Universität am anderen Ufer des Tigris.

Wer gegen die archaische Auslegung des Islams verstieß, musste

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