Es ist schon ein paar Monate her, dass sich im Europaparlament zwei sehr unterschiedliche Politiker zum Schlagabtausch trafen: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der charismatische Volkstribun, der mit einer neuen politischen Graswurzelbewegung ins Amt kam. Und der CSU-Politiker Manfred Weber, der bisher eher farblose Fraktionschef der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), die als stärkste Kraft in Straßburg seit Langem Anspruch auf die wichtigsten Posten der EU erhebt – und sie regelmäßig bekommt.

"Wie können wir uns mit Europawahlen zufriedengeben, bei denen nicht einmal 50 Prozent der Bürger ihre Stimme abgeben?", fragte Macron und verwies auf seine Erfolge mit der Bewegung "En Marche". "Wir können nicht weiter so verfahren wie bisher."

Weber dagegen sah keinen Grund, irgendetwas zu verändern. Wie bei der Abstimmung vor fünf Jahren sollten die etablierten Parteienfamilien auch diesmal Spitzenkandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten aufstellen, die sich anschließend

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 47/2018.
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