Vergangenes Wochenende widmete die "New York Times" Markus Söder (CSU) ein langes Porträt. "Der Mann, den sie 'Deutschlands Trump' nennen", wird dem Leser in seiner ganzen Herrlichkeit und Charaktertiefe vorgestellt, und da darf selbstverständlich der politische Werdegang nicht fehlen. Denn Söder ("pronounced Zoo-der") wusste schon als Generalsekretär, aus welchem Stoff Schlagzeilen gemacht werden.

"Lange bevor Migration zum Aufregerthema wurde, hat sich Söder einen Ruf als Provokateur aufgebaut. Deutsche Kinder sollten 'Klaus', nicht 'Kevin' genannt werden, hat er einmal gesagt. Ein anderes Mal schlug er vor, die gesamte grüne Partei zum Drogentest zu schicken", schreibt die "New York Times". Vielleicht hat die Autorin ein wortgewaltiges Porträt Söders auf der berühmten Seite 3 der "Süddeutschen Zeitung" gelesen, in dem dessen Jugendwerk beschrieben wird:

"Als Generalsekretär übertraf er die Anforderungen des Amtes mit so vielen kruden Ideen, dass man annehmen musste, dieser Mann spüre keinen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2018.
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