Haug, 51, ist Chefredakteur von SPIEGEL TV.

Für uns Fernsehjournalisten ist es ein alltäglicher Auftrag: "Fahr mal zu der Demo und berichte darüber." Meist machen wir uns zu dritt auf den Weg: Reporter, Kameramann, Tonassistent.

Tatsächlich wird es dann oft kompliziert. Und manchmal gefährlich.

Das zeigt auch der aktuelle Fall des Teams, das für die ZDF-Sendung "Frontal 21" nach Dresden fährt und in einen vollkommen verunglückten Polizeieinsatz gerät. Die Kollegen filmen gerade Demonstranten im Umfeld eines Marschs, der gegen Angela Merkel gerichtet ist, als ein Mann mit Sonnenbrille und Deutschlandhut zunächst "Lügenpresse" ruft und sich dann aus der Gruppe löst. Er geht auf das Kamerateam zu und sagt: "Sie haben mich ins Gesicht gefilmt. Das dürfen Sie nicht. Frontalaufnahme. Sie haben eine Straftat begangen." Später stellt sich heraus, dass er beim Sächsischen Landeskriminalamt arbeitet, was für das Amt ein Problem ist, in der konkreten Situation jedoch nicht weiter relevant.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 35/2018.
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