Saalfrank, 45, war viele Jahre lang die "Super Nanny": Von 2004 bis 2011 lief auf RTL die Sendung, in der sie chaotischen Eltern Erziehungstipps gab. Seit 17 Jahren arbeitet Saalfrank als Therapeutin. Zum Interview empfängt sie in ihrer Praxis in Berlin, einer Altbauwohnung im Westen der Stadt. Musikinstrumente und Kuscheltiere liegen auf dem Boden.

SPIEGEL: Frau Saalfrank, laut einer Umfrage brüllen über 80 Prozent der Eltern ihre Kinder auch mal an oder sprechen Verbote aus. Weitere übliche Strafen: "eine Auszeit verordnen", "auf den Tisch hauen" oder "das Kind kräftig anfassen oder festhalten". Welcher Art von Sanktion begegnen Sie am häufigsten?

Saalfrank: Allen. Zu mir kommen Eltern, die nicht mehr weiterwissen. Und solche, die sich mit der Art, wie sie ihre Kinder erziehen, nicht mehr wohlfühlen und es anders machen wollen. Sie mögen nicht mehr kämpfen, laut werden oder ständig meckern.

SPIEGEL: Was bringen Strafen?

Saalfrank: Strafen wirken auf verschiedene Art und Weise. Vor allem schädigen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2017.
FOTOS: AGATA SZYMANSKA-MEDINA / Der Spiegel, Maren Amini für den Spiegel, Maren Amini für den Spiegel, Maren Amini für den Spiegel, Maren Amini für den Spiegel

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