Wo sucht jemand, der in kurzer Zeit vier Menschen totgefahren hat, Frieden? Wo sucht so einer, vielleicht sogar: Glück? Stephan Kniest sucht es in Rotterdam, Navi-Adresse: "Slag Maasmond 10" – dort, wo der mächtige Rhein in die noch mächtigere Nordsee mündet und wo ein Typ, den alle hier nur John nennen, auf dem Strand einen Imbiss errichtet hat, das Smickel-Inn.

Stephan Kniest sitzt an einem Tisch am Fenster. Er trägt einen modischen Kinnbart und eine randlose Brille, die kurzen Haare hat er in die Höhe gegelt.

Kniest ist 36 Jahre alt, aber er sieht jungenhaft aus. Vor sich auf dem Tisch: eine Canon 5D mit einem riesigen Objektiv, daneben eine Plastikschale mit "Frikandel speciaal", einer gebratenen Fleischrolle mit gehackten Zwiebeln, Pommes und Ketchup. An der Wand hinter ihm hängt ein Foto, das er selbst geschossen hat. Ein Tanker ist darauf zu erkennen, aufgenommen von schräg vorn, ein gewaltiger schwarzer Rumpf im Dämmerlicht.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2018.
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