Es gibt Stoffe, die hat die Natur so perfekt geschaffen, dass ein Mensch sie sich nicht besser hätte ausdenken können. Wolle ist so ein Produkt. Sie wärmt, und sie kühlt. Sie nimmt Schmutz schlecht an, weist Schweiß ab und ist nur schwer zum Brennen zu bringen. Und wenn es sich um Merinowolle handelt, ist sie auch noch kuschelig weich.

Das Merinoschaf hat sozusagen die perfekte Locke. Die Fasern seiner Wolle sind zwischen 16,5 und 24 Mikrometer stark, also extrem fein. Die Wolle norddeutscher Deichschafe und das menschliche Haar sind in etwa doppelt so dick.

Das Luxusgarn steckt in teuren Herrenanzügen, in Winterpullis und Outdoorbekleidung. Der Preis für den begehrten Rohstoff hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre verdoppelt – denn die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Und Deutschland gilt als einer der Hauptabnehmer der feinen Wolle.

Doch damit es die Menschen kuschelig haben, müssen viele Tiere leiden. Die Modebranche schweigt sich über das Thema aus. Kaum ein Verbraucher

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 7/2019.
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