Das Gehirn hat immer Hunger. Obwohl es durchschnittlich bei Erwachsenen nur 1300 Gramm wiegt, beansprucht es zwei Drittel des zirkulierenden Blutzuckers in einem menschlichen Körper allein für sich. Unter Stress steigt sein Bedarf sogar auf bis zu 90 Prozent. Dass unser Denkorgan alles dafür tut, um seine Energiebedürfnisse zu stillen, lässt den Lübecker Adipositas-Forscher Achim Peters vom "Selfish Brain" (dem "egoistischen Gehirn") sprechen. "Unsere Experimente zeigen, dass sich das Gehirn bei der Energieverteilung nach vorn drängelt", sagt Peters. "Nur so bekommt es auch in schlechten Zeiten die Energie, die es braucht."

Schlechte Zeiten – das waren in der Menschheitsgeschichte etwa Hungerperioden. Während Fettpolster und Muskulatur schrumpften und sogar Organe wie Leber, Herz und Nieren an Masse verloren, sorgte das Gehirn auf geniale Weise dafür, dass es keinen Schaden nahm. Doch was passiert, wenn es Nahrung im Überfluss gibt – und der Mensch im Job, in der Beziehung oder an Zeitdruck

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2018.
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