Wie klein ist zu klein für eine Schule? Das Gesetz hat darauf eine klare Antwort. Mindestens eine Klasse pro Jahrgang sollte es sein. So ist die Regel in Rheinland-Pfalz.

Die Grundschule in Mörsdorf, einem Fachwerkdorf im Hunsrück, besuchen 18 Kinder – insgesamt. Gemeinsam werden sie, die Sechsjährigen wie die Zehnjährigen, in einer "Familienklasse" unterrichtet. Stellen sie sich zum Gruppenfoto auf, passt die komplette Schüler- und Lehrerschaft auf die Steintreppe vor dem Eingang.

Die Schule in Mörsdorf ist eine von 49 Grundschulen in Rheinland-Pfalz, die zu klein sind, um Schule zu sein. In Klotten im Kreis Cochem-Zell gab es gar nur sieben Schüler, bis im vorigen Sommer endgültig Schluss war.

Dieses Schicksal fürchten sie auch in Mörsdorf. Als Kultusministerin Stefanie Hubig (SPD) ankündigte, die Schulen überprüfen zu lassen, gab es einen Aufstand: Eltern, Kinder, Lehrer, die Schulleiterin und der Bürgermeister marschierten Seite an Seite. "Macht die Dörfer nicht kaputt!!!", stand auf ihren

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 26/2018.
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