Vor die Wahl gestellt, ins Kanzleramt oder in den Dienstsitz des baden-württembergischen Ministerpräsidenten einzuziehen, müsste man sich eigentlich für die Villa Reitzenstein entscheiden. Ein Gründerzeitpalais in Halbhöhenlage, umgeben von prächtigen Bäumen. Der Blick fällt in den Stuttgarter Talkessel. Hier residiert seit 2011 Winfried Kretschmann, 70, erster und noch immer einziger grüner Regierungschef des Landes, einer der wenigen Intellektuellen in der Politik. Gerade hat Kretschmann ein Buch veröffentlicht.

SPIEGEL: Herr Kretschmann, ein Grüner veröffentlicht ein konservatives Manifest. Das Wort konservativ war in Ihrer Partei mal ein Schimpfwort.

Kretschmann: In den Achtzigerjahren schon. Aber Sie dürfen nicht vergessen, die Grünen sind damals als Anwälte der Natur angetreten. Die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen oder, religiös gesprochen, der Schöpfung ist natürlich im wahrsten Sinne des Wortes konservativ.

SPIEGEL: Hätte das damals ein Grüner ausgesprochen?

Kretschmann:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 44/2018.
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