Tooze lehrt an der Columbia University in New York, wo er das European Institute leitet. Der 51-jährige Brite hat mehrere Bücher über die deutsche Wirtschaftsgeschichte veröffentlicht. Demnächst erscheint sein neues Werk „Crashed - wie zehn Jahre Finanzkrise die Welt verändert haben“.

SPIEGEL: Herr Tooze, in Ihrem Buch behaupten Sie, die Finanzkrise von 2008 sei eine Zeitenwende wie 1914. Geht es auch eine Nummer kleiner?

Tooze: Vielleicht ist der Vergleich mit der Kubakrise 1962 besser. Die endete wie die Finanzkrise glimpflich und nicht in einem Weltkrieg. Aber mir ging es nicht darum, möglichst radikal daherzukommen, sondern um historische Parallelen. Wie 1914 ist die Welt 2008 in eine Krise geschliddert, die ein ganzes Bündel an Ursachen hatte und lange vorher absehbar war. Und wie 1914 hat die Finanzkrise einigen wenigen Entscheidern, vor allem Männern, eine ungeheure Machtfülle verliehen.

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