Es war eine skurrile Szene, die sich am vergangenen Montagmorgen in der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen abspielte. Der vom Dienst freigestellte Leiter Hubertus Knabe kehrte zurück und legte eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin vor, die ihm zugestand, so lange wieder arbeiten zu dürfen, bis am 31. März seine ordentliche Kündigung wirksam wird. Vertreter von Opferverbänden überreichten ihm Blumen.

Kurze Zeit später lud der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) zu einer Mitarbeiterversammlung, um den kommissarischen Direktor Jörg Arndt vorzustellen. Etwa 50 Mitarbeiter versammelten sich in Raum 101, aus dem man auf den ehemaligen Gefängnistrakt blickt. Auch Hubertus Knabe trat ein und nahm in der ersten Reihe Platz. Der Senator schilderte die Lage: Es gebe nun zwei Direktoren, Arndt führe die Geschäfte, Knabe habe keine Entscheidungsbefugnis.

Dann bat der freigestellte Direktor ums Wort. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern sei gut, vertrauensvoll, fast

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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