Jordan Peterson isst ausschließlich Fleisch. Rindfleisch, um genau zu sein, gegrillt oder getrocknet, aber gesalzen, immerhin, und dazu Wasser, das ist alles. Seit sieben Monaten macht er das, er hat rund 20 Kilo verloren. Einmal, sagt Peterson, habe er in dieser Zeit ein Glas Cider getrunken, worauf er nächtelang ohne Schlaf blieb, um ihn herum nur Dunkelheit und Untergang.

Peterson hat eine Autoimmunerkrankung. Sein Leben lang habe er unter Depressionen gelitten, unter Angstzuständen, volatilen Launen, Schuppenflechte, Zahnfleischentzündungen, Taubheit in den Beinen, fortwährend schrie sein Körper nach Schlaf. Die Medizin kannte nur dürftige Antworten. Er begann irgendwann, auf Kohlehydrate zu verzichten, bald auf dieses und auf jenes, bis am Ende nur noch Rindfleisch übrig blieb. Nun seien die Symptome verschwunden, sogar die Antidepressiva habe er abgesetzt, wenngleich die volatilen Launen immer noch ein Thema sind.

Jeder, wirklich jeder Ernährungswissenschaftler hält diese Diät für kompletten

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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