In der Vorstellungspause schnappt sich Zirkusdirektor Klaus Köhler eine Kiste Bananen und geht zu seinem Schimpansen ins Außengehege. "Robby! Na komm, mein Junge. Komm her", ruft Köhler, und bald sitzen sie nebeneinander, Bananen essend, der Menschenaffe und der Mensch. Zwei Primaten im Nieselregen von Hannover.

Vor dem Gehege steht ein fröstelndes Grüppchen Zirkusbesucher und staunt. Die Kinder juchzen und winken dem Affen zu, die Erwachsenen machen Fotos mit dem Handy, und Köhler, der Zirkusdirektor, nutzt den Augenblick zu einer Art Beweisführung. "Sehen Sie, wie wohl sich der Robby fühlt? Wie gut es ihm bei uns geht?", fragt Köhler. Und die Menschen schauen dem Affen nun direkt in die Augen, so als könnten sie in seine unergründliche Affenseele blicken.

Aber was sieht man da? Geht es dem Affen gut? Geht es ihm schlecht? Leidet er? Muss er gerettet werden?

Seit sieben Jahren wird um Robby, von dem es heißt, er sei der letzte Menschenaffe in einem deutschen Zirkus, gestritten. Er wird vermessen,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 45/2018.
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