Abu Ali Mustafa
Ramallah/Tel Aviv - Das Büro Mustafas liegt in unmittelbarer Nähe des Büros von Palästinenserpräsident Jassir Arafat. Nach dem Angriff kursierte in Ramallah zunächst das Gerücht, Israels Armee habe Arafats Büro zerbombt. Mustafa war vor eineinhalb Jahren aus dem Exil in die Palästinensergebiete zurückgekehrt.
Israel wirft der PFLP vor, in den vergangenen Wochen zwei Autobomben in Jerusalem abgestellt zu haben, die jedoch nicht explodierten. Zudem sollen Aktivisten der Gruppe an bewaffneten Überfällen auf Israelis beteiligt gewesen sein.
Israel hält mit dem Angriff an seiner harten Linie fest. Es will weiter mit Vergeltungsmaßnahmen auf jeden palästinensischen Angriff reagieren. Israelische Medien berichteten am Montag, das Kernkabinett um Ministerpräsident Ariel Scharon habe dies am Vorabend während einer Dringlichkeitssitzung angesichts der jüngsten Gewaltwelle entschieden. Die israelische Armee werde weiterhin gezielt Palästinenser töten, die Terroranschläge planen. Israel hatte nach dem blutigen Selbstmordanschlag eines Palästinensers in Jerusalem vor knapp drei Wochen beschlossen, auf jeden Angriff militärisch zu reagieren.
Außenminister Schimon Peres habe Scharon über seine Bemühungen um ein Treffen mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat informiert und betont, es gebe noch kein Datum für das Gespräch. Arafat hatte am Sonntag nach israelischen Luftangriffen im Gaza-Streifen und Westjordanland gesagt, es hänge von Bundesaußenminister Joschka Fischer ab, ob das Treffen stattfinden werde.
Nach palästinensischen Angaben nahmen israelische Soldaten in der Nacht zum Montag im Dorf Bidia im nördlichen Westjordanland zwei Aktivisten der Fatah-Bewegung Arafats fest. Einer davon sei ein Mitarbeiter des palästinensischen Geheimdienstes, hieß es.
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